Sonntag, 23. April 2017

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Nachdem ich mir meinen alten Blog angesehen habe, habe ich das Gefühl nicht mehr ich zu sein. Vermutlich hatte ich es zu dem Zeitpunkt, als der alte Blog aktuell war, auch nicht, aber aus der Retroperspektive habe ich das Gefühl, dass ich es wusste, wer diese Person war. Und ich möchte diese Person wieder sein. In meinem Kopf war ich früher kreativer, offener, habe mehr Dinge aufgesogen und diese in Ideen umgewandelt. War wacher und aufmerksamer. In meinem Kopf war ich früher zwar oft im Internet, aber habe trotzdem viel geschaffen. Habe mehr Ideen gefunden. Heute bin ich eher überflutet von den Sachen, die einem das Internet bietet und kann mich auf gar nichts richtig konzentrieren. Auf keine richtige Sache, die ich mache. Meine Fotoideen sind so lala, die Umsetzung sogar noch schlechter. Oder ist das einfach die Vertrautheit, die sich mit der Zeit mit den Bildern, Ideen, und so weiter eingestellt hat? 

Eine Internetauszeit hat sich auch nicht als gut herausgestellt, da ich ja so gar keinen Input bekomme. Doch mir ist eines aufgefallen, und zwar dass es überall das gleiche ist. Es gibt irgendwie nichts richtiges Neues. Instagram langweilt mich, da alle Bilder gleich aussehen. Die gleichen Blüten im Frühling, der Kaffee neben dem Buch. Ja, das ist gemütlich und meistens die Situation, die auch so im realen Leben eintritt, aber es ist langweilig. Das macht jeder. 

Ich versuche einen Weg zu finden, dass ich meine Kreativität wieder zum Leben erwachen kann. Irgendwie.

Ich muss mich mehr konzentrieren. Ich glaube, ich sollte in meinem Leben ausmisten. Sachen aus dem Blickfeld legen und neue hinein.

Aber ich sehne mich irgendwie nach der Person, die ich einmal war. Ich habe das Gefühl, dass diese Person eine bessere war, als die, die jetzt diesen Text schreibt.

Obwohl ich jetzt glücklich bin und alles habe, was ich einmal haben wollte. Ich habe einen Mann, der mich liebt, wir haben eine gemeinsame Wohnung, wir sind verheiratet, wir haben etwas Geld über, mit dem wir uns Dinge holen können. Wir sind glücklich. Und doch, irgendetwas fehlt. Die Zeit mit mir selber? Ich weiß es nicht.

Ich sehne mich nach etwas und ich weiß nicht was.

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Das ist Ruhe. Schöne Garne in schönen Farben.



Montag, 20. Februar 2017

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Im Moment bin ich süchtig nach Keri Smith's Wreck This Journal. Es ist mein zweites, was ich mache. Das erste habe ich 2009 angefangen. Es macht einfach wieder solchen Spaß, dass es die Kreativität anregt, in dem die Anweisungen da sind, aber diese auch gleichzeitig interpretiert werden können.

Einfach mit Farben spielen, einfach den Kopf abschalten und einfach drauf los.









Montag, 13. Februar 2017

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Der Tag gestern war gemütlich. Es war außerdem 12von12 - Tag! Aber leider habe ich es wieder nicht geschafft, 12 Bilder zu machen. Aber was will man erwarten, wenn der Tag einfach gemütlich ist. Außer einem kleinen Spaziergang, um Brötchen und Kuchen beim Bäcker zu holen, habe ich das Haus nicht verlassen. Ich habe viel gelesen, A Little Life von Hanya Yanahigara ist meine aktuelle Lektüre, da ich gerade vorlesungsfreie Zeit habe. Für die Hausarbeit habe ich bisher nur Bücher und Aufsätze heraus gesucht. Mal sehen, wie es da weiter geht. An solchen Tagen mache ich mir nicht viele Gedanken um irgendetwas. Keine großen Themen wirren mir im Kopf herum.
Abends habe ich noch die Woche im Bullet Journal geplant. Auch, wenn vorher planen manchmal nicht das Beste ist.

Einfach verdrängen, was auf der Seele liegt.
Morgen sieht es wieder anders aus.









Freitag, 1. Juli 2016

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Endlich habe ich wieder einen Laptop, mit dem ich arbeiten kann. Der nur mir gehört, der mir nicht mehr zeitweilig weg genommen wird und auf dem sich mein gesamtes Internetspinnweben den Mittelpunkt hat. Es ist ein wunderbares Gefühl. Endlich nicht mehr Dateien hin- und her zu schieben, ständig die externe Festplatte am PC hängen zu haben und Ordner "Sicherung Laptop 3" anzulegen. Hoffentlich bleibt das so eine Weile.

Mit dem heutigen Tag, dem 1. Juli 2016, beginnen nun auch meine 30-day-Challenges. Heute begann es mit dem ertsten Kranich, nachdem ich gestern erst einmal wieder üben musste, wie das geht.
Mit dem ersten Kranich heute morgen war ich aufgeregt und motiviert es zu machen. Die Seite vorsichtig aus der alten FLOW herausgetrennt, zum Quadrat geschnitten und vorsichtig und sorgfältig gefaltet. Darauf achtend, ob auch ein schönes Muster für den Kranich entstehen würde. 
Morgen wird es bestimmt noch genau so sein. Diese Aufregung, dass man nicht schnell genug weiter machen kann. Dass es pro Tag nur einen geben soll. Die auch nicht im Voraus gemacht werden sollen, sondern am Tag einen Kranich zu machen und dabei die Erfahrungen und Gefühle aufzuschreiben. Wie ich mich kenne, wird es ab einem Punkt schwerer und ich verliere die Lust. Dieses Mal nicht! Es geht um das Thema Aufmerksamkeit und Selbst-Liebe und Selbst-Wahrnehmung. Das Leben so zu gestalten, wie man es möchte. Nicht aus Faulheit etwas zu machen, was doch eigentlich wichtig wäre. Bewusste Entscheidungen zu treffen. Auch, wenn ein Tag sich nur auf der Couch oder im Bett abspielt, nur in einem Buch versunken, oder so etwas ähnliches. Die bewusste Entscheidung dabei ist wichtig. Wenn es sich für den Moment richtig anfühlt. Denn, jeder braucht das. Solange anschließend keine Vorwürfe gegen einen selber kommen. Das ist nicht Sinn und Zweck des Ganzen.
mehr lesen. mehr fotografieren. mehr schreiben. mehr aktiv sein. mehr sehen. mehr erleben. mehr meer. mehr riechen. mehr waten. mehr geduld. mehr genießen. mehr tee. mehr wissen. mehr machen. mehr lernen. mehr kreativität. mehr bewusst. mehr realität. mehr spielen. mehr widersprüche. mehr: alles.

Was ich im Moment lese:

Kafka am Strand - Harui Murakami


und ich genieße es, mich wieder in den Wörtern der Seiten zu verlieren.

Sonntag, 9. August 2015

#istillshootfilm

Ich bin noch da. Mittlerweile sind auch die ersten 20 Filme entwickelt worden und die Ergebnisse können sich sehen lassen. Alles bisher mit der Canon A1, aber das wird sich noch ändern. Ersteinmal langsam herantasten, wie die Kamera reagiert- einfach auf alles. Auf Licht, auf Schatten, auf Schnelligkeit, auf Fokus und Schärfe, was letztendlich gedruckt gut aussieht, mit welchen Effekten gespielt werden kann.
Ich werde euch mitnehmen in das Abenteuer. Große Fotostrecken werde ich euch ersparen, sie werden gestückelt gezeigt.





Montag, 1. Juni 2015

wie man mir meinen Tag versauen kann, Teil I

Wie man mir den Tag versauen kann? Nach dem ich in einem DM Markt doch letztendlich 2 DM Paradiso Filme ergattern konnte, teilte die Verkäuferin mir mit, dass die Produktion eingestellt wird und nur noch die Markenfilme angeboten werden. WAAAS? Ich bin danach schnell ins Auto und habe die letzten DM Märkte abgeklappert. Ohne Erfolg. Nun sitze ich da, mit meinen zwei Filmen und muss 2 Wochen auf Nachschub warten, da ich dann heute über das Internet bestellen musste. Na super. Soll mir das etwas sagen, dass kurz nachdem ich endlich mit Analogfotografie anfangen habe, die DM Filme nicht mehr produziert werden? Ich verstehe es nicht. Somit ist die letzte Marke an Drogeriemarken nun auch ausgestorben. Was bleibt sind die teuren Filme, die teuer sind, zwar auch besser, versteht mich nicht falsch, aber für mich kaum erschwinglich sind und mein Hobby nun doch sehr einschränken. Es macht doch keinen Spaß, wenn man bei jedem Drücken des Auslösers ein schlechtes Gewissen haben muss. Und das Gefühl habe ich jetzt schon. Es werden jetzt wohl nur meine Canon A1 und meine Canon 600D auf Reisen gehen mit mir. Meine Praktica MTL3 und Beirette 35 sind schon im Schrank. Das sind bereits die Auswirkungen dessen. Dieser Nachgeschmack, weil man auf das Geld achten muss, was die Freude einschränkt. Analog werde ich wohl erst wieder aktiv fotografieren, wenn die Filme da sind. Ich musste meinen Frust gerade auslassen. Was fällt denen ein?