Strohwitwe für eine Woche seit gestern. Der sowieso nicht vorhandene Alltag und damit verbundene Routinen sind nun sowieso über den Haufen geworfen.
Der Mann hat sich nicht gerade von der besten Seite gezeigt. Wie er es schafft, mir mit Kleinigkeiten weh zu tun, ist die große Frage hier.
Gestern nur gelesen, heute einfach nur doof Youtube-Videos angesehen. Nichts dabei gemacht. Möchte noch etwas lesen, wenigstens etwas. Gestern fast 300 Seiten gelesen, werde ich heute nicht mehr toppen, aber morgen vielleicht wieder.
Das Bedürfnis Zeit draußen zu verbringen, ist gering. Obwohl ich gerne an den Strand fahren wollen würde, aber alleine ist immer so eine Sache. Und dann steht man zu spät auf und das Gefühl ist vorhanden, dass der Tag doch eh schon wieder fast vorbei ist.
Vielleicht geht es ja besser mit dem bloggen? Einfacher angehen das Ganze. Nicht unter Druck setzen lassen. Die Bilder müssen nicht großartig bearbeitet sein. Stream-of-consciusness reicht doch völlig aus.
Und wenn es manchmal einfach nur ein Lebenszeichen ist. Ein kleines.
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Dienstag, 18. Juli 2017
Samstag, 13. Mai 2017
2044
Heute viel gelaufen. In und rund Warnemünde. 2 Filme und meinen ersten Rollfilm voll gemacht. Ich kann es kaum erwarten, diese am Montag zum entwickeln anzugeben.
Haben auf unserer Tour eine junge Eule gesehen, von ganz nah. Die muss wohl aus dem Nest gefallen sein, die hat sich kein bisschen bewegt, außer ihre Augen geöffnet und wieder geschlossen und ihren Kopf gedreht. Feuerwehr wurde angerufen, aber die haben gemeint, dass sich die Eulen-Eltern um sie kümmern werden.
Mir tun die Beine und Füße weh. Morgen geht es aber wieder los. Gleich früh, gleich nach dem Aufstehen geht es aufs Rad. Wir wollen morgen dort frühstücken und ich möchte weitere Filme voll bekommen. Viel zu wenig fotografiert die letzten Wochen und leider auch Monate. Ich trage zwar nun schon ständig eine Kamera mit mir herum, aber viel wird leider nicht damit gemacht. Das muss sich ändern.
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| Canon A1 - 2015 |
Montag, 1. Mai 2017
1909
Habe dieses Buch beendet. Es lässt mich nicht los. Ich fand es, bis auf anfängliche Reinkommensschwierigkeiten, sehr gut. Es hat mich mitgenommen. Gefesselt. Ich habe mich an so vielen Stellen wiedergefunden. Ja, es hat seine Schwächen. Aber diese Gefühle, die es ausgelöst hat, sind mehr Wert, als die Fehler, die es hat.
Sonntag, 23. April 2017
1420
Nachdem ich mir meinen alten Blog angesehen habe, habe ich das Gefühl nicht mehr ich zu sein. Vermutlich hatte ich es zu dem Zeitpunkt, als der alte Blog aktuell war, auch nicht, aber aus der Retroperspektive habe ich das Gefühl, dass ich es wusste, wer diese Person war. Und ich möchte diese Person wieder sein. In meinem Kopf war ich früher kreativer, offener, habe mehr Dinge aufgesogen und diese in Ideen umgewandelt. War wacher und aufmerksamer. In meinem Kopf war ich früher zwar oft im Internet, aber habe trotzdem viel geschaffen. Habe mehr Ideen gefunden. Heute bin ich eher überflutet von den Sachen, die einem das Internet bietet und kann mich auf gar nichts richtig konzentrieren. Auf keine richtige Sache, die ich mache. Meine Fotoideen sind so lala, die Umsetzung sogar noch schlechter. Oder ist das einfach die Vertrautheit, die sich mit der Zeit mit den Bildern, Ideen, und so weiter eingestellt hat?
Eine Internetauszeit hat sich auch nicht als gut herausgestellt, da ich ja so gar keinen Input bekomme. Doch mir ist eines aufgefallen, und zwar dass es überall das gleiche ist. Es gibt irgendwie nichts richtiges Neues. Instagram langweilt mich, da alle Bilder gleich aussehen. Die gleichen Blüten im Frühling, der Kaffee neben dem Buch. Ja, das ist gemütlich und meistens die Situation, die auch so im realen Leben eintritt, aber es ist langweilig. Das macht jeder.
Ich versuche einen Weg zu finden, dass ich meine Kreativität wieder zum Leben erwachen kann. Irgendwie.
Ich muss mich mehr konzentrieren. Ich glaube, ich sollte in meinem Leben ausmisten. Sachen aus dem Blickfeld legen und neue hinein.
Aber ich sehne mich irgendwie nach der Person, die ich einmal war. Ich habe das Gefühl, dass diese Person eine bessere war, als die, die jetzt diesen Text schreibt.
Obwohl ich jetzt glücklich bin und alles habe, was ich einmal haben wollte. Ich habe einen Mann, der mich liebt, wir haben eine gemeinsame Wohnung, wir sind verheiratet, wir haben etwas Geld über, mit dem wir uns Dinge holen können. Wir sind glücklich. Und doch, irgendetwas fehlt. Die Zeit mit mir selber? Ich weiß es nicht.
Montag, 13. Februar 2017
120217
Der Tag gestern war gemütlich. Es war außerdem 12von12 - Tag! Aber leider habe ich es wieder nicht geschafft, 12 Bilder zu machen. Aber was will man erwarten, wenn der Tag einfach gemütlich ist. Außer einem kleinen Spaziergang, um Brötchen und Kuchen beim Bäcker zu holen, habe ich das Haus nicht verlassen. Ich habe viel gelesen, A Little Life von Hanya Yanahigara ist meine aktuelle Lektüre, da ich gerade vorlesungsfreie Zeit habe. Für die Hausarbeit habe ich bisher nur Bücher und Aufsätze heraus gesucht. Mal sehen, wie es da weiter geht. An solchen Tagen mache ich mir nicht viele Gedanken um irgendetwas. Keine großen Themen wirren mir im Kopf herum.
Abends habe ich noch die Woche im Bullet Journal geplant. Auch, wenn vorher planen manchmal nicht das Beste ist.
Einfach verdrängen, was auf der Seele liegt.
Morgen sieht es wieder anders aus.
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